Sonntag, 23. September 2012

Sterben Männer aus?

Tom ist 3 Monate 1 Woche und 5 Tage alt

Ich lese derzeit das Buch von Ildikó von Kürthy "Unter dem Herzen - Ansichten einer neugeborenen Mutter". Die "Buchheldin" erwartet einen Sohn und ist von diesem Ergebnis erst einmal geschockt, denn Männer sind entbehrlich geworden. Sie schreibt "Während sie sich vom Sofa aus die Emanzipation der Frauen wie eine Vorabendserie angeschaut haben, haben sie selbst es komplett versäumt, sich zeitgemäß zu entwickeln." Sie fürchtet sich davor, dass die Zukunft vielleicht nur den Frauen gehört und sie gerade dabei ist, ein Auslaufmodell zu produzieren.

Gestern drückte mir meine Mutter das AOK - Die Gesundheitskasse - Heft in die Hand. Das Magazin enthält den Artikel "Ich will mehr Papa - Warum Jungen männliche Erziehung brauchen" bzw. "Zu wild für diese Welt?". Jungen gelten quasi als das neue schwache Geschlecht und haben in der heutigen Gesellschaft die schlechteren Karten. Jungen besuchen z.B. häufiger Haupt- und Förderschulen, sie machen seltener Abitur und bleiben im Vergleich zu Mädchen öfter sitzen. Schuld an dieser Misere sind mehr oder weniger wir Frauen. Die Kerle werden praktisch bis zur weiterführenden Schule hauptsächlich von Frauen erzogen. Sei es durch Erzieherin, Grundschullehrerin und natürlich die Mutter, welche die meiste Zeit mit den Kindern verbringt. Erzieher und Grundschullehrer sind Mangelware. Die Jungs brauchen aber unbedingt auch Kontakt zu männlichen Vorbildern im Alltag, wie z.B. auch den Opa und den Papa. Jungs wollen wieder Experimentieren, Raufen und Toben.

Noch ein Auszug aus dem oben genannten Buch "Die Frau definiert sich über die Zukunft. Der Mann definiert sich über die Vergangenheit, als Autoritätsperson, als Alleinverdiener..." "...Er wird so langsam an den Rand des Arbeitsmarktes gedrängt, dass er selbst es gar nicht merkt, er bildet das Heer der Obdachlosen, er stirbt im Durchschnitt fünf Jahre früher als eine Frau, er bringt sich dreimal so häufig um. Was als ist heute ein Mann?"

Jetzt mache ich mir ehrlich gesagt etwas Sorgen um meinen Tom. Was machen wir denn jetzt mit ihm? Er soll doch die Möglichkeit haben als "wilder Kerl" groß zu werden.  Er soll sich Austoben können und trotzdem eindeutige Grenzen vermittelt bekommen. Abitur muss nicht sein, aber Realschulabschluss wäre nicht schlecht. Ich möchte kein "Auslaufmodell" großziehen, sondern einen sympathischen jungen Mann, der mit sich - zumindest nach der Pubertät - im Reinen ist und einen Beruf lernt, der ihn ausfüllt. Dass er eben nicht entbehrlich ist, sondern später selbst eine kleine Familie gründet und vielleicht einen Sohn bekommt.

1 Kommentar:

  1. Ich glaube nicht, dass Männer aussterben.
    Wer soll denn sonst später die Kinder machen?

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