Mittwoch, 10. Oktober 2012

U4, Impfung, (doch) Osteopathin und Schub

Tom ist 3 Monate und 4 Wochen und 1 Tag alt

Den letzten Kinderarzttermin zur U-Untersuchung hatten wir Ende Juli, jetzt stand heute die U4 an. Tom hat wunderbar mitgemacht und war soweit entspannt.

Daten: 7140g, 66cm und einen Kopfumfang von 41cm

Leider dreht er seit ein paar Tagen den rechten Arm in Bauchlage wieder nach hinten. Ihr erinnert euch sicherlich, dass ich vor Wochen u.a. deswegen schon mal einen Termin bei der Osteopathin hatte, den ich allerdings wieder absagen konnte. Außerdem war mir aufgefallen, dass Tom den Kopf relativ oft nach rechts zur Seite neigt.

Die Kinderärztin fand dies nicht sonderlich bedenklich, weil seine Entwicklung absolut im Rahmen ist, aber ich gehe jetzt trotzdem mal mit ihm zur Osteopathin. Nächste Woche ist der Termin und ich soll der Dame von meiner Kinderärztin einen Gruß ausrichten. Die beiden haben wohl zusammen Studiert, jedenfalls kennen sie sich.

Die Impfung fand mein Sohn nicht sonderlich "Knorke" und hat ordentlich losgebrüllt.  

Tom ist seit einigen Tagen sowieso wieder entsprechend anstrengend, weil er am Schuben ist. Er wacht bei den Mittagsschläfchen Schreiend auf und ist nur mit Stillen zu beruhigen. Grundsätzlich hängt mir das Kind derzeit ständig an der Brust. Ich kenne das absolut gar nicht, ist völlig neu für mich. Wir haben sonst Stillabstände von 3 Stunden.

Wenigstens sind unsere Nächte in Ordnung. Tom schläft zwar wieder wesentlich später - wochenlang wollte er um 19 Uhr ins Bett, gestern war es z.B. 21:30 Uhr - aber dafür schläft er mindestens 5 Stunden bevor sich der Hunger meldet. Wir hatten mittlerweile sogar ein paar Nächte wo er 8 Stunden am Stück geschlafen hat, so auch gestern.

Allerdings gestaltet sich das Einschlafen schon Wochenlang als sehr, sehr anstrengend. Den Höhepunkt hatten wir um den 12 Wochen Schub, jetzt war es knapp 2 Wochen besser und geht wieder los. Legt man den Frosch zu früh ab, Schreit er los. Deshalb ist es notwendig, ihn zu Kuscheln, zu Schaukeln und ihn zu Besingen, bis er richtig fest eingeschlafen ist, vorher ist Ablegen sehr "gefährlich". Auch hier klappt es am besten abends, da will Tom vor dem Schlafen noch Gestillt werden und schläft beim Trinken ein.

Tom wird morgen 4 Monate alt - Hilfe, wo bleibt die Zeit?! - und laut Kinderärztin dürfen wir nun mit Beikost starten. Ich habe auch einen Infozettel zu dem Thema mitbekommen. Meine Kinderärztin empfiehlt allerdings statt selbstgekochten Brei zum Beikoststart den gekauften Brei, weil man den selbstgekochten nicht so fein und flüssig bekommen würde.

Ach ja, da steht man dann wieder da mit diversen Meinungen... jedes Mal aufs Neue. Auf der einen Seite würde ich natürlich gerne probieren, ob Tom gerne Brei möchte, auf der anderen Seite wird er durch das Stillen noch ausreichend satt. Auf der einen Seite liest man immer wieder, dass man bereits nach Vollendung des 4. Lebensmonats mit Beikost anfangen kann, auf der anderen Seite heißt es, dass wäre eine Erfindung der Lebensmittelindustrie und man solle frühestens mit dem 5. Lebensmonat mit Brei starten. Dann kam schon der Hinweis, dass man besser mit selbstgekochtem Brei starten solle, weil Tom möglicherweise nur den gekauften annehmen würde, wenn er nicht von Anfang an den selbstgekochten Brei bekäme. Meinungen über Meinungen und wir als Eltern stehen mal wieder vor einer Entscheidung.

Jedenfalls hat Tom die Impfung wieder entsprechend schlecht weggesteckt und hat ein Zäpfchen gebraucht. Nun schläft der arme Knopf seit halb zwei, ist dazwischen diverse Male Weinend aufgewacht und ich bin letztendlich beim Stillen selbst noch Weggepennt.

Kommentare:

  1. Hallo! Ich bin durch Zufall hier gelandet und habe deinen Post gefunden :)
    Kinderärzte können einen ganz schön kirre machen. Das mit dem Beikoststart würde ich nicht so eng sehen. Ich habe unseren Sohn sechs Monate (und ein bisschen) voll gestillt und das hat ihm völlig ausgereicht. Inzwischen bekommt er dreimal täglich Brei und isst den auch ziemlich gut.
    Ich glaube, die WHO empfiehlt sogar, Babys 6 Monate lang voll zu stillen. Und auch meine Hebamme, die auch Ernährungsberatung macht, hat das unterstützt. Und man bekommt selbst gemachten Brei mit einem Pürierstab natürlich sehr fein. Ich gebe einfach immer etwas Wasser dazu, wenn es mir zu dick erscheint.

    Liebe Grüße!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich bin gestern noch über einen Artikel gestolpert, da stand drin, dass Kinderärzte die Meinung vertreten, dass 4 Monate Stillen bzw. Flasche ausreichen und man dann mit Beikost anfangen könne. Kinder die 4 Monate Vollgestillt wurden, hätten nachweislich den gleichen "Schutz" wie Kinder die 6 Monate gestillt wurden. Ich denke, wir warten noch ein bisschen mit dem Brei.

      Löschen
  2. Die Schübe... meine Kleine wehrt sich momentan enorm gegen das Einschlafen. Das ist ein Kampf. Sie müsste ja nicht einschlafen, aber auch Herumlaufen und bobbeln hilft nichts. In jeder Stellung wird gebrüllt. Mit ihrem Rücken auf meinem Bauch liegend und Füße sozusagen an meinen Knien war jetzt ein paar Mal die einzige Stellung, in der sie sich beruhigt hat und länger ruhig blieb. Verrückt. Bin gespannt wie lange der Schub wohl anhält...

    Und Beikoststart... wie können Meinungen so auseinander gehen? Zig Ratschläge habe ich schon bekommen. Ich habe aber vor allem gehört, dass 6 Monate voll gestillt werden soll. Mein persönlicher Plan wird aber sein, damit dann zu beginnen, wenn der Käfer sitzen kann. Mal sehen.

    Liebe Grüße
    Tanja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wegen dem Sitzen, die Tochter meiner Freundin ist jetzt 8 Monate alt und kann noch nicht sitzen. Demnach dürfte sie immer noch keinen Brei bekommen, den bekommt sie aber schon, seit die Kleine 4 Monate alt ist. Letztendlich muss wohl in sich gehen und eine Entscheidung treffen.

      LG

      Löschen
    2. Ja, bis jetzt habe ich eh die meisten Pläne über Bord geworfen und ganz anders gehandelt ("Ich stille auf JEDEN FALL 6 Monate VOLL!" ...mhm). Man kann nichts planen mit so nem Muckel, das steht fest. Deswegen bleibe ich weiterhin offen und schau, wann ich mich letztendlich für Brei entscheiden werde... und ob es Brei wird. ;)

      Liebe Grüße!

      Löschen
  3. Hi! Ich wollte beim 2. Kind auch 6m voll stillen, hab' dann aber, weil sie zu Tisch sehr interessiert war, so um den 5. Monat rum mit Baby Led Weaning (BLW) begonnen. Sie bekam von mir fast nie Brei (beim 1. habe ich noch alles selber gekocht ;) Google das mal, vlt ne Idee für Euch... Die Kleinen bekommen also Fingerfood vom Tisch und überbrücken so die Breiphase. Soll viele Vorteile haben, v.a. wenn man noch stillt. Aber schau selbst ;) Hier mal ein Link: http://www.wunderbarekinder.com/2010/03/28/baby-led-weaning-oder-wie-ein-baby-ohne-brei-gros-werden-kann/

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh, noch eine Alternative. Danke, den Link werde ich mir anschauen. LG

      Löschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...