Freitag, 2. November 2012

(Milch im) Abendbrei und Mittagsbreigedöns

Tom ist 4 Monate 3 Wochen und 1 Tag alt

Tut ihr bei euren Zwergen eigentlich (Voll-)Milch in den Abendbrei? Nach meinem "Kochen für Babys" Buch kommt beim Abendbrei Vollmilch rein. Die Menge wird langsam gesteigert.

Jetzt ist der Mensch das einzige Säugetier, das die Milch von anderen Tieren trinkt. Soweit ich informiert bin sind die Europäer gegenüber z.B. den Chinesen auch die einzigen, die ein Enzym bilden, um Kuhmilch zu verdauen. Grob haben 80% der Europäer dieses Gen. Alle die es nicht haben sind Lactoseintollerant. Meine Schwester gehört hier dazu.

Ich selbst mag Milch sehr gerne im Kaffee oder im Müsli, allerdings trinken mein Mann und ich nur lactosefreie Milch. Wir vertragen sie einfach besser.

Nun habe ich sogar gelesen, dass man Babys im ersten Lebensjahr überhaupt keine Milch geben soll, lactosefreie Milch sei allerdings keine Alternative.

Grundsätzlich bin ich mittlerweile eher der Meinung, dass es besser ist, bestimmte Nahrungsmittel lieber früher zu geben als zu spät. Ich habe vor kurzen in einer Zeitschrift einen Bericht gelesen, in dem stand, dass der DHV zwar nach wie vor für 6 Monate Vollstillen ist, dass aber Kinderärzte ab dem 4. Lebensmonat raten mit Beikost zu beginnen. Studien hätten ergeben, dass Kinder, die 4 Monate Gestillt wurden, den gleichen Schutz aufweisen. Aber das hatte ich irgendwo schon bloggend erwähnt.

Jedenfalls wollten wir mit dem Abendbrei noch warten, da Tom den Mittagsbrei seit einer Woche nicht mehr sonderlich toll findet. Einen Tag isst er, den anderen Tag fängt er an zu Weinen und will lieber an die Brust. Es funktioniert halt nicht immer alles so wie es in Büchern steht, dass die Kinder bereits nach eine Woche schon ein Gläschen leeren. Tom wird ja in 9 Tagen auch erst 5 Monate alt, da kann man nicht erwarten, dass es sich verhält wie bei einem Baby, das mit 6 oder 7 Monaten zum ersten Mal Mittagsbrei bekommt.

Nun hat es sich am Mittwoch ergeben, dass ich noch eingefrorene Muttermilch hatte, die weg musste. Wir üben mit Tom zwar gerade, dass er wieder die Flasche nimmt und er findet diese auch toll, aber richtig viel trinken tut er daraus noch nicht. Hier mal einen Schluck Wasser oder Fencheltee und dann ist wieder gut. Deshalb habe ich die Muttermilch mit etwas Wasser in einem Topf erwärmt, Schmelzflocken eingerührt und Apfeldirektsaft dazu. Tom hat fast die ganze Schüssel Brei weggeputzt.


Da ich noch weitere Muttermilch im Gefrierfach habe und sicherlich das ein oder andere Mal noch zum Abpumpen kommen werde, bleiben wir vorerst bei der Variante mit der Muttermilch. Ansonsten haben wir noch eine geschlossene Packung HA Pre Nahrung, die man ebenfalls als Ersatz für Vollmilch verwenden kann.

Diese Alternativen sagen und für den Anfang erst einmal mehr zu als Vollmilch.

Die Tage werde ich noch Apfelmus auf Vorrat kochen. Ich finde es mit dem Apfeldirektsaft etwas umständlich, weil man den nur 3 Tage geöffnet nutzen kann und ich schon zweimal enorm viel wieder wegschütten musste. Bei uns trinkt das nämlich niemand. Nun habe ich bei der dritten Flasche den Saft portionsweise eingefroren, damit er aufgetaut immer für 3 Tage hält. Allerdings halte ich Apfelmus in Eiswürfelportionen für praktischer.

Kommentare:

  1. wir werden keine kuhmilch vor einem jahr geben, wohl aber irgendwann Milchprodukte. also käse, Yoghurt etc. brei wird's hier ja eh nicht geben, aber ich würde wenn wohl mit pre anrühren :) pflanzenmilch ist lt meinem schlauen buch auch nich gut, kann auch allergien auslösen oder begünstgen. gibts denn viele allergien bei euch in der Familie?

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    1. Ich bin gegen ziemlich viel Zeugs allergisch. Hauptsächlich Kreuzallergien vom Heuschnupfen. Dann hab ich noch diverse Tierhaarallergien und ne Hausstauballergie. Bei meinem Mann ist nichts bekannt. Aber meine Schwester hat Neurodermitis und ist Lactoseintollerant und meine Mutter hat so heftige Lebensmittelallergien, dass sie z.B. Sellerie nicht mal im kleinsten Bestandteil essen darf. LG

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  2. Ach, es wird so viel rumgemacht in Bezug auf die Ernährung. Im Prinzip ist es HUNDEWURST, wann man den Kleinen was gibt. Jeder macht's anders und was WHO, Arzt und Mütterberatung sagen, ist nicht sakrosankt. Stillen ist das Beste aber früher und später wird jeder Mensch Kuhmilch trinken und Joghurt essen etc. Ob das schon mit 6 Monaten ist, mit 1 Jahr oder erst mit 2 Jahren... es ist sowas von egal. Meinem Sohn habe ich ab jährig Kuhmilch gegeben (war schon abgestillt), von einem Tag auf den anderen. Ohne halb-halb etc. zum Angewöhnen. Meine Maus wird gestillt, ist 10m, darf auch mal Joghurt oder Nudeln mit Rahmsauce. Nur, einen Schoppen mit Kuhmilch bekommt sie von mir erst wenn sie nicht mehr stillen will ;)

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