Sonntag, 9. Dezember 2012

Resümee: Stillen und B(r)eikost

Tom ist 5 Monate und 4 Wochen alt

Während der Schwangerschaft hatte ich gesagt, ich würde gerne 6 Monate Stillen, wenn es problemlos klappt. Ich wollte das einfach uneinvorgenommen auf mich zukommen lassen.

Ich hatte es irgendwo bereits gepostet, als Tom dann da war, wollte ich nichts sehnlicher als Stillen. Ich WOLLTE es unbedingt. Diese innige Nähe zum Kind ist einfach unbeschreiblich und wird nach dem Abstillen bzw. wenn das Kind entsprechend älter ist, nie mehr so sein. Ich finde es daher immer sehr schade, wenn (werdende) Mütter von Anfang an - ohne Grund - sagen, sie wollen nicht Stillen.

Trotz Startschwierigkeiten hatten wir es Zuhause innerhalb kürzester Zeit zum Vollstillen geschafft. Ich war da wirklich sehr stolz auf mich und Tom. Wir hatte im Grunde auch immer schöne Stillabstände von 2-3, manchmal 4 Stunden. Selbst nachts hatten wir diesen Rhythmus und ich genoss es. Obwohl ich eine absolute Schnarchnase bin und durchaus 12 Stunden am Stück schlafen kann... wenn man mich lässt.

Nun sind am Dienstag diese 6 Monate um und ich wurde mittlerweile schon darauf angesprochen, ob ich jetzt Abstillen würde. Allerdings habe ich für mich und Tom das Stillen auf unbestimmte Zeit verlängert. Aktuell Stille ich ihn 1-2 Mal morgens, abends und nachts. Was soll ich den Frosch Abstillen um dann ständig Fläschchen zu machen? Finde ich irgendwie total absurd. Absurd scheint das Stillen allerdings für viele zu sein, da sind die 6 Monate (Voll-)Stillen in den Köpfen verankert und dann ist das Kind alt genug um aus der Flasche zu trinken. Aber warum?! Ich habe immer das Gefühl ich müsste mich rechtfertigen.

Dabei Stille ich Tom nicht einmal mehr voll. Wir haben im 4. Monat den Mittagsbrei und vor knapp 14 Tagen den Nachmittagsbrei eingeführt. Den Abendbrei werde ich wohl noch ein Weilchen weglassen. Wie sich einige sicherlich erinnern, hatten wir vor Wochen bereits den Abendbrei vor dem Nachmittagsbrei eingeführt und diesen auf Anraten meiner Hebamme wieder weggelassen.

Seit Tom nachmittags Obstbrei bekommt klappt es mit der Verdauung wieder viel besser. Ich habe mich im Nachhinein geärgert, dass ich selbst nicht früher auf die Idee gekommen bin. Wir hatten zwar in den Mittagsbrei auch Apfel- oder Birnenmus, aber die paar Löffel hatten kaum Wirkung gezeigt. Mir tut es immer noch leid, dass Tom so doll Verstopfung hatte. Ich muss auch ehrlich sagen, hätte die Kinderärztin mir bei der U4 nicht das "Go" für den Brei ab dem 4. Monat gegeben und hätte mich generell jemand darauf aufmerksam gemacht, dass es zu Verdauungsbeschwerden kommen kann, hätten wir wohl doch erst im 5. Monat angefangen. Aber so war ich neugierig und wollte probieren, ob Tom schon bereit ist für Brei. Wir hatten nie das Problem, dass Tom den Mund nicht aufgemacht hätte. Er war von Anfang an interessiert daran.

Mit Karotte oder Pastinake würde ich auch nicht mehr starten, ich würde Kürbis nehmen. Ich würde am Anfang auch nicht ausschließlich selbstgemachten Brei geben, sondern zusätzlich Gläschen (Stuhlregulierend, Stuhlauflockernd). Mittlerweile bekommt Tom gekaufte Gläser und selbstgemachten Brei, manchmal auch untereinander vermischt. Das hat meiner Meinung auch zur Besserung der Verdauung beigetragen.

Ich vertrete im Bezug auf Allergien zwar immer noch die Meinung, dass es für das ein Kind besser ist früher mit Lebensmittel in Kontakt zu kommen als später. Aber das bringt schließlich alles nichts, wenn das Kind dann davon starke Verdauungsbeschwerden bekommt, weil der Darm noch nicht soweit ist.

Tom verdrückt jetzt mittags seine 150-190ml. Nachmittags variiert das stark, manchmal will er nur 80ml, dann isst er ein 190ml Glas leer und ich musste sogar schon mehrmals ein zweites Glas öffnen. Die Obstgläschen sind aber auch echt lecker und es gibt ganz tolle Sorten. Im Gegensatz zu den Gemüsegläsern, die finde ich teilweise richtig fade im Geschmack.

Hin und wieder gibt es bei uns abends nach dem Stillen, wie im BLW-Post erwähnt, gekochte Kartoffel, Karotte, Gurke oder - ungekocht - Apfel, Banane, etwas Brot oder Reißwaffeln.

Ich denke wir haben, trotz vieler Verunsicherung durch wiedersprüchliche Statistiken / Empfehlungen den richtigen Weg für uns gefunden.

Kommentare:

  1. Ich halte es für total normal dass man beim 1. Kind noch rumprobiert. Mussten wir bei Miriam auch. Sie wollte 8 Monate lang nur Milch. War okay.

    So wie du dich fürs stillen rechtfertigen musst, muss ich es fürs abpumpen und Fläschchen geben ;-)

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    1. find ich schlimm, keiner sollte sich für irgendwas rechtfertigen müssen...
      ich hätte auch gerne länger gestillt, aber mit arbeiten und wechselnden schichten ist das echt blöd. und nachdem ich nur noch morgens und abends stillen konnte und das auch nich immer, weil bjarne einfach noch geschlafen hat morgens, wars auch ganz schnell vorbei mit der milch :( was im endeffekt aber auch wieder wurst ist, weils ihm auch mit pre gut geht und wir schön kuscheln beim fläschchen geben :)

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  2. Lass dich nicht verunsichern und rechtfertigen brauchst du dich schon gar nicht ;) ich habe damals einfach für mcih gesagt,dass ich Luca entscheiden lasse,wann er nicht mehr gestillt werden will.Wir haben mit 5 Monaten mit dem Mittagsbrei(Kürbis) angefangen.Komplett abgestillt habe ich mit 7,5 Monaten.Luca wollte einfach nicht mehr.Das war dann auch ok für mich.
    Also mache es am besten so wie ihr euch am wohlsten fühlt und dann geht nichts schief ;)

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  3. Freut mich, dass das mit dem Stillen bei dir noch klappt. Als ich angefangen habe nurnoch morgens zu stillen blieb die Milch irgendwann aus, so dass ich jetzt ganz aufgehört habe und ich ihm morgens zweimal mit Flasche füttern muss. Ich hätte auch gerne ganz auf Flaschennahrung verzichtet und so lange gestillt, bis er auch morgens normale Nahrung bekommen hätte. Ich wünsch dir Glück, dass es noch lange bei dir klappt!

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