Samstag, 15. Dezember 2012

(unerfüllter) Kinderwunsch

Tom ist 6 Monate und 4 Tage alt

In meinem Post zum Thema "Spaßgesellschaft oder kinderarmes Deutschland" kamen ein paar Kommentare mit dem Hinweis, dass viele Paare Probleme haben Kinder zu bekommen, obwohl sie sehr gerne welche hätten.

Ich hatte tatsächlich überlegt diese Thematik in den Beitrag einzubauen, mich aber dagegen entschieden. Ich wollte dafür einen separaten Beitrag.

Mit dem Thema "(unerfüllter) Kinderwunsch" bin ich bereits in meiner eigenen Hibbelzeit mehrfach in Berührung gekommen. Das ging sogar soweit, dass ich selbst Panik bekam, dass bei mir oder meinem Mann etwas nicht stimmen könnte, obwohl bei uns überhaupt kein Grund zu der Annahme bestand.

Aber da liest man über PCO (Polyzystisches Ovarialsyndrom), eine Stoffewechselstörung der Frau und gleichzeitig eine der häufigsten Ursachen von Zyklusstörungen und Unfruchtbarkeit. Ich bin jetzt kein Experte auf dem Gebiet, gebe nur wieder, was ich mir angelesen habe. Bei PCO kann es zu sog. Monsterzyklen (50 Tage+) kommen, es reifen viele Eibläschen herran, oftmals kommt es aber zu keinem Eisprung. Frauen mit PCO haben häufig auch eine Insulinresistenz.

Dann gibt es da noch Endometriose, wo sich die Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle befindet. Was zu sehr schmerzhaften Menstruationen führt und oftmals im Zusammenhang mit unerfülltem Kinderwunsch steht.

Nicht zu vergessen die liebe Schilddrüse, die eine große Rolle spielt beim Kinderwunsch: Schilddrüsenüberfunktion, Schilddrüsenunterfunktion, jeweils mit und ohne Autoimmunerkrankung wie Hashimoto oder Morbus Basedown.

Dann wären da auch noch die Männer... zu langsame Schwimmerchen oder gar Schwimmerchen, die nicht genügend Erbanlagen in sich tragen.

Nicht zu vergessen auch die Pärchen, die nach diversen Untersuchungen die Diagnose bekommen: "Alles in Ordnung, ihrem Kinderwunsch steht gesundheitlich nichts im Wege."

Nun sollte man meinen, bei den ganzen kleinen und großen Hilfsmöglichkeiten wie z.B. Comifen zur Eizellenreifung, L-Thyroxin für die Schilddrüse bei einer Überfunktion oder einer ICSI (Intrazytoplasmische Spermieninjektion) keine großen Schwierigkeiten bestehen dürften, obwohl nicht alles rund läuft im Körper. Tatsächlich brauchen solche Paare oftmals viele Anläufe, bis es mit einer Schwangerschaft klappt. Manche müssen sich auch damit abfinden, dass sie niemals Kinder bekommen werden.

Für mich persönlich war das Schwangerwerden nach diesen Informationen keine Selbstverständlichkeit mehr. Auch wenn man davon ausgehen könnte, dass sich im Internet vermehrt die Frauen und Männer tummeln, die eben Probleme haben. Schlicht um Erfahrungen auszutauschen.

Ich stoße allerdings sehr regelmäßig auf Artikel in Zeitschriften. Gerade in der aktuellen Apothekenumschau "Baby und Familie" gibt es wieder einen Artikel "Warten aufs Wunschkind". 

Ist der "(unerfüllte) Kinderwunsch" also auch ein wachsendes Problem unserer Gesellschaft oder erscheint das nur so, weil man heute offen darüber sprechen und auch etwas dagegen tun kann? Möglicherweise tragen auch unsere hormonellen Verhütungsmittel, wie die Pille, eine Mitschuld an der Misere? Man muss eigentlich nur mal bedenken, dass man mit einer Mikropille jahrelang einen natürlichen Vorgang im Körper unterdrückt. Außerdem werden Hormone wieder ausgeschieden und landen im Grundwasser. Was von uns allen (Männer, Frauen und Kindern) in irgendeiner Form wieder aufgenommen wird. Aber das ist nur eine von vielen Vermutungen.

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