Dienstag, 12. Februar 2013

Von kleinen Diven und wilden Kerlen

Tom ist 8 Monate und 1 Tag alt

Am Wochenende waren wir meine Cousine besuchen, welche im Dezember ein Baby bekommen hat. Ihre Schwester hat bereits zwei Kinder im Alter von 4,5 Jahren und 3 Jahren und als ich erwähnte, dass wir evtl. ab Ende des Jahres über weiteren Nachwuchs nachdenken, kam die Sprache zu den beiden Kindern, welche einen recht geringen Altersunterschied aufweisen.

Beide sind wohl relativ anstrengend - wie definiert sich das eigentlich?! Jedenfalls erzählte meine Tante, dass ihr Mann, die anderen Großeltern und sie regelmäßig im Babysittereinsatz wären, weil es meiner Cousine zu viel wird, obwohl beide bereits im Kindergarten sind.

Der Kleine (3 Jahre) hätte letzthin keine Kleidung tragen wollen und wäre schon ganz kühl gewesen, hätte sich aber ständig die Kleider wieder ausgezogen. Die Große (4,5 Jahre) würde morgens regelmäßig den halben Kleiderschrank anprobieren und es sei nicht selten, dass sie dabei bis zu 10 paar Socken durch hätten, bis sie zufrieden sei. Zu ihrem Bruder hätte sie die Tage gesagt: "Wenn du nicht schlafen möchtest, dann schrei einfach, dann kommt jemand."

Ende letzten Jahres waren wir bei den beiden Kindern auch zu Besuch. Ich selbst fand nur merkwürdig, dass die Große nicht mit uns gesprochen hat, sie spricht nicht mit jedem... Außerdem haben die zwei es erst nach mehrmaligem Auffordern geschafft, Tom ein Spielzeug abzugeben.

Ich habe mich nun gefragt, in wie weit dies normal ist und ab wann man sich da Gedanken machen muss, ob Erziehungstechnisch was schief läuft?!

Wie reagiert man Besten in solchen Situationen, wie eben beschrieben? Ich meine, muss man das dann mitmachen, wenn die Tochter jeden Morgen den Anziehaufstand probt?

Kommentare:

  1. Ach herrje, soweit käme das noch!
    Johanna versucht mit ihren 3 Jahren natürlich auch, das Zepter in die Hand zu nehmen, und würde ich sie lassen, wie sie will, dann würde sie morgens auch zehn Outfits durchprobieren. Aber das gibt es bei mir nicht. Merke ich, dass sie "austesten" möchte, dann bekommt sie zwei, maximal drei Alternativen zur Wahl. Ich schränke das Ganze ordentlich ein und sie hat trotzdem noch das Gefühl, Herr im Haus zu sein. Das funktioniert übrigens nicht nur bei Klamotten, sondern bei so ziemlich allem.
    Meiner Meinung nach hängt es zum großen Teil an der Erziehung, ob ein Kind anstrengend ist oder nicht. Sicherlich liegt der Charakter in den Genen, aber eben nicht nur, sondern da ist auch noch sehr viel formbar.
    Wenn man auf das Kind eingeht, sich mit ihm beschäftigt und liebevoll, aber bestimmt Grenzen aufzeigt, dann kann eigentlich nicht so viel schief gehen. ;o)
    Gruß,
    Rebecca

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  2. Also das denke ich auch!
    Kinder brauchen Grenzen, man kann sie nicht jahrelang alles bestimmen lassen und sich hinterher beschweren, das sie anstrengend sind.
    Leider gibt es von diesen kleinen Terrorkrümeln in Kindergärten und Schulen immer mehr:(

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  3. Sie spricht halt nicht mit jedem....
    Sorry, aber ihr seit eine Familie, wenn ich das richtig verstanden habe?
    Für mich ist das schlechtes Sozialverhalten der Kinder, dann hat die Mutter ihnen anscheinend nicht die einfachsten Grundregeln beigebracht! Klar sollen Kinder selber entscheiden und dürfen einiges selber bestimmen, aber ein paar grundsätzliche Dinge sollten die Eltern schon vorgeben....
    Aus reiner Bequemlichkeit lassen sie alles durchgehen und wundern sich, wenn spätestens zum Schulbeginn Probleme auftreten!
    Liebe, Zuwendung und Konsequenz dann hält sich der Terror sehr in Grenzen:)

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    1. Ja, Familie, allerdings eine ziemlich Große, weshalb wir gerade die Cousinen und Cousins, welche selbst schon Kinder habens sehr, sehr selten sehen. Daher kennen uns die beiden meiner Cousine nicht wirklich. LG

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  4. Ich wünsche mir, dass Kalea ein Freigeist wird. Trotzdem sind Regeln wichtig, schließlich müssen die das Grundgerüst bilden. Und auch die klassischen Werte werden bei mir groß geschrieben. Höflichkeit und so weiter... Ich glaube, es ist verdammt schwer, den perfekten Mittelweg zu finden und noch schwieriger ist es, hat man zwei Kleine in dem Alter im Haus. Auf der Nase herumtanzen lassen - neee! :)

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  5. Überforderung hat finde ich auch viel mit unorganisiert sein zu tun. Gerade mit Kindern muss man sich organisieren können. Sonst kommt man nicht klar.
    Und Regeln sind wichtig. Kinder brauchen Eltern , nicht Freunde. Was nicht heisst kein gutes Verhältnis zu den Eltern haben zu können.
    Lg bianca

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  6. Uff das ist ne gute Frage,
    aber für mich sind auch Regeln wichtig, und so sehr man seine Kinder liebt, aber man muss und sollte sich nicht von seinen Kindern auf der Nase rumtanzen lassen. ;) Weil dann darf man sich nicht beschweren, das sie anstrengend sind.
    Ist ein schwieriges Thema worüber man stundenlang diskuttieren kann.

    Liebe Grüße
    Jessica

    Ps: Bevor ich es total vergesse, ich habe dich in meinem aktuellen Post erwähnt und verlinkt. Schau mal:
    http://elektra-und-das-rumpelstilzchen.blogspot.de/2013/02/upps-nun-hat-es-mich-auch-erwischt.html
    Vielleicht magst da auch mitmachen. :)

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  7. Also ich kann der allgemeinen Meinung nur zustimmen- wir haben bei unserer Maus, so kleine sie auch war, immer Grenzen gesetzt. Sie hat auch einen sehr starken Willen, aber man darf einfach nicht alles durch gehen lassen! Und wenn sie es doch versucht, muss man eben konsequent bleiben!!! Und dann geht das auch ohne Weiteres!
    Ich denke auch, das hier in der Erziehung einiges schief gelaufen ist- vielleicht aus Bequemlichkeit...?
    LG Y

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  8. grenzen setzen find ich auch superwichtig!
    aber spielzeug abgeben ist so ne sache... alles im haushalt gehört ja nu irgendwie den eltern. die blumenerde darf man nicht ausräumen, die wand nich anmalen, aber spielzeug gehört dem kind. und das soll dann geteilt werden? kann ich verstehen, dass sie das nicht wollen. mal schauen, wie gern bjarne mal teilen wird, ansonsten würde ich vielleicht was aussortieren, was auch für den besuch wäre... oder so ^^ kommt ja auch immer drauf an, wie alt und verständig das kind schon ist!

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