Donnerstag, 14. März 2013

Wenn Frösche schlecht Schlafen

Tom ist 9 Monate und 3 Tage alt

Heute in der Früh war ich nah dran, den Frosch in sein Bettchen im Kinderzimmer zu legen, die Türe zu schließen und mir im Schlafzimmer die Decke weit über den Kopf zu ziehen. Ich habe es natürlich nicht in die Tat umgesetzt, das würde ich keine 5 Minuten durchhalten, aber ich war wirklich dermaßen angefressen von der Situation, das ich zu meinem Mann sagte, dass ich jetzt gleich mal raus und tief durchatmen muss.

Was war los?!

Tom wird aktuell alle 3-4 Stunden gestillt, länger hält er nicht durch. Wir haben bereits versucht ihn zu Kuscheln oder ihm mal etwas Wasser anzubieten, was kein Stück hilft und Kuscheltiere interessieren den Frosch nicht die Bohne. Er nestelt lieber an meinem Dekolleté rum, sucht meine Hände, den direkten Hautkontakt und ist irgendwie fahrig, wenn er auch gar nicht richtig wach ist dabei. Aber in den Schlaf findet er nicht wieder.

Heute Morgen (03:30 Uhr) war es dann so, dass Stillen nicht die übliche Wirkung zeigte und Tom weiterhin unruhig blieb. Er kam ständig aus seinem Bettchen raus und suchte meine Nähe. Ich habe ihn immer wieder ins Bett gelegt und letztendlich habe ich es auch mit Ankuscheln versucht, was ihm nicht gepasst hat.

Ich kann leider nicht Schlafen, wenn Tom direkt bei mir im Bett liegt, ich habe keinen Platz und ständig Sorge, er könnte ein Kissen oder die Decke abbekommen.

Ende vom Lied war, dass ich um 05:30 Uhr das Licht angemacht habe, weil der Frosch weinte. Er bekam eine frische Windel und ich habe den Schlafsack ausgelassen und ihn mir auf die Brust gelegt. So ist er um 6 Uhr endlich wieder eingeschlafen.

Auf dem Rücken mit Kind auf dem Bauch ist allerdings nicht gerade meine bevorzugte Schlafposition, ich bin nämlich Seitenschläfer.

Nun stehen wir wirklich vor einem Problem, vor Wochen hatte ich festgestellt, dass Tom zum Mittagsschlaf total fix einschläft, wenn er auf meinem Bauch liegt. Da ich mich sehr gerne einmal täglich dazulege, habe ich ihn einfach so liegen lassen.

Mittlerweile ist es so, dass Tom zum Mittagsschlaf schon auf mich draufklettert und teilweise bis zu 2. Stunden dort schläft. Lege ich ihn beim 2. Schläfchen ab, wenn ich es denn hinbekomme, dann sucht er mich nach 30 Minuten. Es klappt aber wenigstens, dass ich mich dann seitlich zu ihm lege, er weiterschläft und ich das Zimmer wieder verlassen kann. Er schläft dabei allerdings in meinem Bett.

Mein Mann bekommt Tom tagsüber auch zum Schlafen, aber auf eine ganz andere Weise. Er trägt ihn herrum und macht die Spieluhr an. Wenn er Glück hat, kann er ihn direkt im Kinderzimmer ins Bett legen. Tom schafft da aber höchstens 1 Stunde.

Abends lässt sich der Frosch nur von mir ins Bett bringen, was aber gut funktioniert. Er bekommt eine frische Pampers und den Schlafanzug an, dabei läuft Musik aus dem Babyphone. Danach kommt er in den Schlafsack und wir gucken ein Buch an oder er bekommt ein Fläschchen angeboten, wenn das Abendessen schon etwas länger her ist. Zum Einschlafen akzeptiert er die Flasche, bietet man ihm nachts eine an, schreit er uns alles zusammen.

Wenn wir das Buch angeschaut haben oder es die Flasche gab, dann geht es ins Beistellbett, die Spieluhr wird angemacht und das Licht ausgeschaltet. Ich mach dann noch LaLeLu und Schlaf-Kindlein-Schlaf in Schhhttt-Lauten und Tom schläft.

Meist verliert er 1-2 Mal den Schnuller, den leider nicht alleine wieder findet und nach 3-4 Stunden steht die erste Stillmahlzeit an. Das fällt meistens auf meine Einschlafphase.

Wir sind irgendwie ratlos und haben so überhaupt keine Ideen, wie wir Tom einen sanften Übergang gestalten könnten. Zumal ich mich mittlerweile wirklich frage, wie ich ihn jemals Abstillen soll.

Ich meine, Tom ist nun 9 Monate alt und wir dachten beide, dass sich das ein oder andere Problem von alleine löst und zuerst sah es ja auch danach aus, als sich Toms Einschlafsituation quasi von alleine erledigte.

Wir haben aber im Moment beide das Gefühl, dass es schlimmer wird anstatt besser und irgendwie hat meine Hebamme auch Recht gehabt, ich bin Toms Kuscheltier geworden.

Kommentare:

  1. Das Schlafthema... Kalea schläft besser, seit sie abends nicht mehr die Flasche bekommt (überhaupt hat sich alles verbessert, seit BLW und dem ganzen Essprogramm), sondern einen Brei mit Milch (also die Flaschenmilch benutze ich) und Schmelzflocken und Obst. Oder anderes Getreidemischzeug. Der einzige Brei am Tag übrigens. Das klappt echt gut, nur selten braucht sie zwischendurch die Brust. Aaaauuußer, sie hat einen Schub oder Zahnweh oder so. Dann ist nach ein paar Tagen aber auch wieder alles okay. Sie schläft in meinem Bett. Sorgen um die Decke auf ihrem Gesicht habe ich mir anfangs auch gemacht, brauch ich aber scheinbar nicht weiter zu haben. Wenn sie doch mal zwischendurch was will, dann ist der Weg zur Brust nicht weit und die Nähe tut ihr gut. Mittags, nach dem Mittagessen, lege ich mich mit ihr ins Bett und biete ihr die Brust an. Nach paar Minütchen isse aber weggenickt und ich kann aufstehen.

    Ich mache mir da gar keine Gedanken mehr, denn ich merke, dass sie den Zeitpunkt tatsächlich selbst wählt. Ob es ums Abstillen geht oder um das Krabbeln etc... Und es gibt immer mal so Phasen zwischendurch, die aber auch wieder verschwinden. Sei doch froh, dass die Brust "zieht". Andere Eltern haben gar kein... hmm... Lockmittel... kein Wundermittel. So sehe ich das jedenfalls.

    Ich drück die Daumen, dass sich das Schlafen gut einpendelt. :)

    Lieben Gruß
    Tanja

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    1. Tom isst abends auch Brei, auf den er leider nicht so Lust hat oder mal vom Tisch mit. Es ändert aber leider gar nichts bzgl. Schlaflänger. Die Flasche gibt es auch nicht immer, nur, wenn er später ins Bett geht als gewohnt und das Abendessen schon ein Weilchen her ist. Wenn er gerade erst gegessen hat, geht er ohne Flasche ins Bett.

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  2. Ich fühle mit dir...

    Elias schlief leider noch nie wirklich gut. Momentan geht er zwischen 19 und 20 Uhr ins Bett, was erst seit wenigen Wochen klappt. Er wacht allerdings bis ich ins Bett gehe etwa jede Stunde auf und schläft nur auf meinem Arm wieder ein. Er wacht auch nachts sehr oft auf, trinkt in der Regel etwa 4 Flaschen und schläft sehr unruhig. Er dreht sich dann hin und her, rollt vom Beistellbett in mein Bett und wieder zurück, ans Fußende, ständig hin und her. Ich hab echt Angst, dass er mal aus dem Bett kullert. Meist schläft er dann doch neben mir. Mir geht es da aber genau wie dir, ich kann so kaum schlafen. Ständig hab ich Angst, ihm die Decke über den Kopf zu ziehen, wache panisch auf und suche mein Kind. Außerdem hab ich kaum Platz, liege ständig halb im Beistellbett. Heute morgen bin ich mit nem steifen Hals aufgewacht, weil ich wieder total verdreht im Bett lag.

    Aufwachzeit ist hier seit Wochen schon 5 Uhr. Länger hält er einfach nicht aus, auch wenn er später ins Bett geht. Aber das ist schon ein Fortschritt, denn anfangs war er ständig schon gegen 1 Uhr ausgeschlafen :(.

    Und auch das Einschlafen an sich, ist hier ein Problem. Elias schläft nur auf meinem Arm, bzw. im Tragetuch ein. Dann kann ich ihn aber ablegen. Wir hatten es vor einigen Monaten mal geschafft, dass er im Bett neben mir einschläft mit singen und kuscheln. Aber nach ner Erkältung ging das gar nicht mehr, bis heute...

    Ich kann dich also sehr gut verstehn, dir aber leider nicht helfen :(.

    LG Nici

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    1. Oh man... bei euch tönt das aber noch ne Nummer heftiger, als bei uns. Tut mir leid.

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  3. Oh je... Das hört sich ja wirklich stressig an!!! Wünsche Euch viel Kraft- das pendelt sich sicher bald wieder ein!! LG Y

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