Freitag, 31. Mai 2013

Teil 2: Einschlafbegleitung, sanfter Übergang und die Hinternisse

Tom ist 11 Monate 2 Wochen und 4 Tage alt

Zu meinem Post vom Mittwoch bekam ich zahlreiche Kommentare, danke ihr Lieben. Babyschlaf ist doch ein hochsensibles Thema, wie ich finde und deshalb gibt es heute noch einmal einen Beitrag dazu.

Zuerst möchte ich allerdings auf einen aktuellen Blogbeitrag beim "Gewünschtesten Wunschkind aller Zeiten" aufmerksam machen: Schreien lassen - Warum Babys nicht grundlos schreien und man sie dabei nie allein lassen sollte

Schreien lassen kommt für mich auch bei einem 11 Monate alten fast Kleinkind nicht in Frage. Es ist für mich keine Lösung und würde bei uns auch nicht funktionieren. Schließlich muss man unterscheiden, ob das Kind motzt und meckert oder ob es wirklich aus Verzweiflung schreit oder gar Kreischt / Brüllt. Letzteres macht der Frosch sofort, wenn man den Raum verlässt. Das ist auch kein Wutgebrüll, es hört sich für mich nach Angst an und Angst ist schließlich das Letzte, was ich meinem Kind beim Einschlafen vermitteln möchte.

Es mag Kinder geben, die machen das komplikationslos mit. Ohne großes Theater und ohne Schaden fürs Leben.

Das ist auch eine Methode, die ich persönlich nicht teile, die aber gerade Kinderärzte gerne empfehlen: Kinder brauchen ab dem 6. Monate nachts nichts mehr zu trinken.
Meine Meinung dazu: Wenn ich Durst habe, trinke ich auch, weshalb sollte ich es meinem Kind verwehren?

Aber auch hier bin ich mir sicher, dass es Kinder gibt, wo das ganz entspannt funktioniert. Schließlich gibt es auch Babys die es von Anfang an akzeptieren, dass sie im eigenen Kinderzimmer schlafen, genauso wie es eben Babys gibt, die ausschließlich Körpernähe brauchen.

Zu letzterem zählt der Frosch. Trotzdem suche ich nach einer Methode ihm mit seinen fast 12 Monaten zu vermitteln, dass er auch im Kinderzimmer (für den Mittagsschlaf) sicher und geborgen ist und, dass ich für ihn da bin, wenn er mich braucht.
Es muss einfach möglich sein, einen Kompromiss zu finden, auch wenn unsere Kinder noch nach der Steinzeituhr ticken.

Rituale gibt es hier zur Schlafenszeit immer. Abends ist das Schlafanzuganziehen und eine frische Windel, dann Flasche richten und Buch anschauen, die Spieluhr läuft dabei und klingt dann aus, wenn wir beim Fläschchen angekommen sind. Der Frosch wird schläfrig, es wird noch gekuschelt und bevor er ganz eingeschlafen ist kommt er ins Beistellbett. Da kommen in der Regel die "Schhhscccchhhht-Geräusche" zum Einsatz und ich kuschel mich an, soweit das über ein Gitterbettchen gehängt halt geht. Sofern der RäuBär nicht gerade Zahnt klappt das auch mit dem Papa wunderbar.

Mittags handhaben wir es so, wie im Vorgängerpost beschrieben. Körperkontakt wird ihm nicht verwehrt, kommt ihm aber jetzt ähnlich zu wie beim Abendritual und nicht mehr, indem er mit mir zusammen ins Bett geht. Das ist es eben, was der Frosch noch nicht akzeptieren kann. Es ist mir jetzt bei den letzten Mittagsschläfchen aufgefallen, dass er definitiv die Brust zur Beruhigung sucht. Dass es nicht von heute auf morgen klappt, ihm eine akzeptable Alternative anzubieten ist mir klar.

Ich habe aber (noch) nicht aufgegeben, möchte gerne weitere Mittagsschläfchen abwarten und sehen, ob sich die Situation entspannt. Das Bett ist Tom jedenfalls nicht unbekannt und neu. Er spielt viel im Kinderzimmer und seit einiger Zeit sind die Gitterstäbe im Bett entfernt und er klettert gerne hinein und wieder hinaus.

Ich bin nun auf der Suche nach einer Art Trösterchen oder Schlafbegleiter, der Tom zusätzlich Sicherheit bieten kann, wenn er Einschläft oder Aufwacht. Kuscheltiere findet er uninteressant. Nun ist mir eingefallen, dass ich vom Kleinkind- bis weit ins Schulalter ein kleines Püppchen (20cm) hatte und beim Einschlafen knubberte ich immer an den Armen und Beinen herum.

Ich habe deshalb ein bisschen im Netz geschaut, nach Puppen für Jungs. Das ist allerdings nicht einfach, weil die meisten Püppchen regelrecht "Määädchen" schreien und entsprechend gekleidet sind. Ich hatte zuerst eine Puppe gesucht, die wie meine damals, einen weichen Körper, aber einen festen Kopf, Arme und Beine hat. Gelandet bin ich immer wieder bei dem "Trotzkopf" von Haba, der aber komplett kuschelig ist. Ich habe ihn jetzt bestellt und werde sehen, wie Tom darauf reagiert.  Würde ihm auch gerne meine Puppe von damals anbieten, aber die fällt schon vom Angucken auseinander. Alternativ käme vielleicht noch eine Puppe von Götz in Frage.

Kommentare:

  1. Finde ich ganz toll, das du dir so viele Gedanken machst!
    Es wäre wünschenswert, das es mit der Puppe klappt, ich drück euch die Daumen!

    Liebe Grüße

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  2. In meinem Bekanntenkreis war es so, dass sich die meisten Kinder mit ca. 18 Monaten intensiv für das bis dahin unbeachtet dabei liegende Kuscheltier interessiert haben. Also nicht gleich aufgeben, falls es mit der schönen Puppe anfangs nicht klappt. Schmunzeln musste ich noch über das trotzige Gesicht, dass passt ein wenig zu ihm ;)
    Danke für den Link zum Wunschkind. Den Blog kannte ich zwar schon, hatte ihn aber tatsächlich schon wieder vergessen. Da findet man gute Begründungen für das Bauchgefühl.

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