Sonntag, 14. Juli 2013

Pre, 1er, 2er, 3er Milch oder gar Kuhmilch?

Tom ist 1 Jahr 1 Monat und 3 Tage alt

Damals sagte meine Hebamme, dass eigentlich alles nach der 1er Milch unnötig sei. Es sei zu viel unnötiger Zucker drin und im Internet begegnete mir hin und wieder die Aussage, dass 2er und 3er Milch für Kinder entwickelt worden wären, die gepäppelt werden müssen.

Nun bekam der Frosch nach dem Abstillen Pre-Nahrung, allerdings fing er an immer mehr und mehr zu trinken und so waren wir irgendwann bei fast 3 x 260ml vom Schlafenlegen bis zum Aufstehen. Oftmals hat die Windel das nicht ausgehalten.

Der Tom-Papa meinte schließlich, ob wir nicht die 1er Milch testen könnten und probieren geht schließlich über studieren. Es änderte sich aber nicht.

Man könnte nun die Trinkmenge auf einen Wachstumsschub, die Zähne oder sonst was schieben, allerdings hält es dafür meiner Meinung nach schon zu lange an.

Wenn wir Tom nach dem nächtlichen Aufwachen keine Flasche anboten, blieb er fahrig und rödelte im Bett herum.

Nun unterhielt ich mich letzthin mit meinen GVK-Rübi-Krabbelgruppen-Mamas übers Schlafen und die Abend-/Nachtflaschen. Die Moritz-Mama erzählte, dass der kleine Kerl vor einiger Zeit mal bei den Großeltern schlief und die Oma sich beim Kauf vergriffen hatte und eine 3er Milch kaufte. Danach schlief der Moritz durch, er wachte also tatsächlich nachts auf, weil er hungrig war und nicht weil er Körpernähe suchte.

Aber da vertrat ich noch die o.g. Meinung, alles nach 1er Milch ist unnötig. Als hier allerdings wieder vermehrt Windeln zu explodieren drohten, viel mir ein Artikel ein: 2er, 3er, Kindermilch - Ist Folgemilch tatsächlich ungesund und überflüssig?

Der Blogpost ist wirklich interessant und ich fand die verschiedenen Auflistungen der Zusammensetzungen der einzelnen Milcharten sehr informativ. Auch der Vergleich der Kohlenhydratzusammensetzung der Folgemilchen.

Zitat:...
Im den meisten Fällen enthalten Folgemilchen also gar keinen zusätzlichen Zucker. Im schlechtesten Falle (also bei der Fütterung von Humana) nimmt das Kind beim Verzehr der 350 ml am Tag also genau 1,05 g MEHR reinen Zucker auf, als bei Kuhmilch. Mal zum Vergleich: Ein 190-g-Gläschen Obstbrei/GOB hat etwa 19 Gramm (Frucht)-Zucker. Alleine die Mittagsmenü-Gläser enthalten bis zu 5,5 g (Gläser ab dem 6. Monat) und 6,2 g Zucker (ab 8. Monat). Im MGB (pur) sind auch 12 g Zucker. Füttert man also diese Mahlzeiten in Glasform, hat man schon ca. 37 Gramm reinen Zucker. Ob es da auf das eine Gramm maßgeblich ankommt?...
Quelle: Das gewünschteste, Wunschkind

Ich habe bei meinem nächsten Einkauf eine 3er Milch in den Einkaufswagen gepackt.

Wenn der Frosch sehr früh ins Bett geht und gut zu Abend gegessen hat, bieten wir ihm nur ein 125ml Fläschchen an, wenn er spät ins Bett geht oder schlecht gegessen hat, dann bekommt er ein 260ml Fläschchen. Relativ schnell nach Einführen der 3er Milch viel die Nachtflasche weg. Lediglich in der Früh bekommt Tom eine weitere Flasche, da sind wir aber bei der 1er Milch geblieben.

Aktuell bekommt Tom die von Alete, da er davon bereits die Pre und die 1er Milch bekam.

Allerdings enthält diese Folgemilch noch am meisten Stärke und Glucose / Fructose / Sacharose / Polysaccharide und ich werde beim nächsten Einkauf wohl auf eine andere Sorte umschwenken.

Schläft Tom jetzt auch durch?

Nein, das tut er nicht und das war auch nicht unser Hintergedanke beim Kauf der 3er Milch. Auch, wenn ich gestehen muss, dass wir das gut gefunden hätten. Warum auch nicht?! Da haben schließlich nicht nur wir als Eltern etwas davon, wenn das Kind besser oder gar durchschläft.

Tom wacht derzeit trotzdem noch 2 Mal auf und verlangt nach uns. Allerdings liegt das am Husten und nicht am Hunger oder Durst. Er ist nicht mehr so fahrig und rödelt rum, weil er die Flasche braucht. Er benötigt eine Kuscheleinheit, hustet sich aus und schläft weiter. Je nachdem wie diese (kurzen) Aufwachphasen zeitlich fallen, nehmen wir ihn mit ins Schlafzimmer.

Kommentare:

  1. Nach vielen, vielen Versuchen sind wir jetzt bei dem Milchpulver von Bebivita gelandet, Abend - Fläschchen, das wirkt Wunder, denn das Kind schläft endlich durch:)

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  2. Tom ist noch etwas jünger als unsere Tochter, aber wir haben damals mit ca 14 Monaten langsam auf Kuhmilch umgestellt. Auch wg des Preises. Wir waren davor langsam (mit und nach der MuMi) von 1er bis zur 3er (Aptamil) gegangen, auch wenn unsere KiÄ meinte, es bräuchte es nicht unbedingt. Mein Mann war aber der Meinung, wenn es nicht schadet, dann spricht auch nichts dagegen.

    Was mir aber immer wichtig war, ist die Saugergrösse: eine Freundin von mir, Logopädin, riet, so lange als möglich die kleinsten Sauger zu benutzen. Wir sind also immer eher länger bei 1, 2 oder 3 Löchern im Sauger geblieben. Das ist gut für die Motorik im Gaumen, die Kleinen sollen arbeiten/trainieren beim Trinken.
    Hinzu kommt, dass bei 4 Löchern einfach die Milch von alleine raustropft und unschöne Flecken auf Sofa, Bett, woauchimmer hinterlässt :)

    Da sie eigtl. immer gut geschlafen hat, konnten wir nie wirklich sagen, ob sie satter wurde, wenn wir gewechselt haben. Auch heute verlangt sie mal mehr, mal weniger "nini" und ich glaube, sie holt sich, was sie braucht.

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